Das erste Tarotdeck auswählen: Worauf es wirklich ankommt
Wer das erste Tarotdeck auswählt, trifft eine wichtige Entscheidung. Nicht nur ästhetische Vorlieben, sondern auch die eigene spirituelle Ausrichtung spielen eine Rolle.
Was ist ein Tarotdeck?
Ein vollständiges Tarotdeck besteht aus 78 Karten, unterteilt in die 22 Trümpfe der Großen Arkana und die 56 Farbkarten der Kleinen Arkana. Die Große Arkana beginnen mit dem Narren und sind ursprünglich als Spielkarten entstanden, ihre Nutzung als Deutungssystem für Wahrsagezwecke begann erst im späten 18. Jahrhundert. Die Kleine Arkana gliedert sich in vier Farben, jede mit zehn Zahlenkarten und vier Hofkarten: Bube/Page, Ritter, Königin und König. Traditionell wird das Tarot in zwei Hauptgruppen unterteilt, wobei die Kleinen Arkana die vielfältigen Aspekte des Alltags und der menschlichen Beziehungen abbilden. Die Große Arkana hingegen spiegeln grundlegende Lebensphasen und spirituelle Weisheiten wider. Ein konkretes Beispiel ist das Rider-Waite-Smith-Deck aus dem Jahr 1909, das durch seine klare und symbolreiche Darstellung populär wurde. Es ist wichtig zu wissen, dass die Aufteilung in Große und Kleine Arkana überliefert ist, während die Nutzung des Tarot zur Wahrsage nicht historisch belegt ist — sie entstand erst später. Das Lenormand-System, ein eigenständiges Karten-Deutungssystem mit meist 36 Karten, entstand erst im 19. Jahrhundert und ist von dem Tarot klar getrennt.
Die historische Entwicklung des Tarot
Das Tarot entstand im 15. Jahrhundert in Norditalien als Kartenspiel, nicht als Medium für Wahrsage oder spirituelle Deutung. Erst im späten 18. Jahrhundert begann die Auffassung, dass die Karten auch psychologische und spirituelle Bedeutung tragen könnten. Die Entwicklung des Tarot als Wahrsageinstrument ist keine historische Tatsache, sondern entstand in der modernen Zeit. Traditionell wird das Tarot in zwei Hauptgruppen unterteilt: die Große Arkana mit 22 Trumpfkarten und die Kleine Arkana mit 56 Farbkarten, verteilt auf vier Suiten. Die ersten Decks, wie das Marseille-Tarot, entstanden in dieser Zeit und legten den Grundstein für die vielfältigen Interpretationen, die heute bekannt sind. Es ist wichtig zu betonen, dass die Verwendung des Tarot zur Wahrsage nicht historisch belegt ist, sondern eine moderne Interpretation, die sich im 19. Jahrhundert und später weiterentwickelte. Ein Beispiel für ein späteres Deck ist das Rider-Waite-Smith-Deck aus dem Jahr 1909, das bis heute sehr verbreitet ist und durch seine klar gezeichneten Karten besonders für Einsteiger geeignet ist. Im Gegensatz dazu sind Decks wie das Lenormand-System, das im 19. Jahrhundert entstand, vollständig eigenständige Systeme, die nicht mit dem klassischen Tarot verwandt sind.
Klassische Tarotdecks und ihre Merkmale
Bei der Wahl eines ersten Tarotdecks spielen die visuelle Gestaltung und die Symbolik eine entscheidende Rolle. Das Rider-Waite-Smith-Deck ist aufgrund seiner klar gezeichneten Kleinen Arkana besonders gut geeignet, um sich mit den Karten vertraut zu machen. Das Marseille-Tarot hingegen überzeugt durch seine historische Prägung und die stark symbolorientierten Bilder, oft in Schwarz-Weiß. Es eignet sich für jene, die Wert auf Tradition und Tiefe legen. Das Thoth-Tarot von Aleister Crowley ist dagegen modern und esoterisch geprägt, mit komplexen Symbolen, die tiefergehende Kenntnisse erfordern. Jedes Deck trägt seine eigene Sprache, und die Wahl hängt von der persönlichen Einstellung und dem Ziel der Nutzung ab. Ein weiteres Beispiel ist das Voyager-Tarot, das 1989 veröffentlicht wurde und sich durch eine moderne, farbenfrohe Darstellung auszeichnet. Im Vergleich zu den klassischen Decks ist es weniger traditionell, aber gut geeignet für Anfänger, die sich von einer anderen Ästhetik angezogen fühlen. Die Große Arkana, also die 22 Trümpfe, sind in allen Decks identisch, während sich die Kleine Arkana in ihrer Gestaltung unterscheiden können. Es ist wichtig zu wissen, dass das Tarot ursprünglich im 15. Jahrhundert in Norditalien als Kartenspiel entstand und erst im späten 18. Jahrhundert als Medium für Wahrsagezwecke genutzt wurde. Die heutigen Decks sind also Kreationen des 19. und 20. Jahrhunderts, die sich in ihrer Symbolik und Gestaltung stark voneinander unterscheiden.
Für Einsteiger: Worauf es ankommt
Ein praktischer Ansatz für Einsteiger könnte folgender sein: Wählen Sie ein Deck, das visuell klar und symbolisch ausgewogen ist. Prüfen Sie, ob die Kleinen Arkana gut erkennbar sind – das erleichtert das Verständnis der Karten. Lassen Sie sich von der Farbgestaltung, der Zeichentechnik und der allgemeinen Atmosphäre inspirieren. Ein Deck, das Ihnen auf den ersten Blick gefällt, kann oft der beste Startpunkt sein. Nutzen Sie die Zeit, um mit dem Deck zu experimentieren: Legen Sie einfache Karten aus, beobachten Sie, was Ihnen intuitiv bedeutet. Wichtig ist, dass Sie sich bei der Wahl nicht unter Druck setzen – es gibt keine falsche Wahl, nur eine, die zu Ihnen passt. Die visuelle Klarheit der Kleinen Arkana ist besonders für Anfänger von Vorteil, da sie die Interpretation erleichtert. Beispiele für solche Decks sind das Rider-Waite-Smith-Deck oder das Voyager Tarotdeck, die beide durch ihre deutliche Darstellung bekannt sind. Die Wahl des Decks hängt letztlich von der eigenen spirituellen Ausrichtung und dem Wunsch nach Symbolik oder Klarheit ab. Es gibt keine universell beste Wahl – die passende Karte ist die, die einen persönlich anspricht. Die Entwicklung des Tarot als Wahrsage- und Deutungssystem begann erst im späten 18. Jahrhundert, weshalb viele Decks heute bewusst auf historische oder symbolische Traditionen zurückgreifen, ohne diese als alleinige Quelle zu betrachten.
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Lenormandkarten: Ein separates System
Lenormandkarten bilden ein eigenständiges System, das sich deutlich vom Tarot unterscheidet. Mit nur 36 Karten entstand dieses Kartensystem im 19. Jahrhundert und folgt einer anderen Struktur sowie Symbolik. Im Gegensatz zum Tarot, das oft für tiefgründige und langfristige Deutungen genutzt wird, eignet sich das Lenormand-System besonders gut für schnelle und klare Einsichten. Die Karten sind in der Regel weniger symbolisch und abstrakt, was sie für bestimmte Fragestellungen besonders geeignet macht. Es ist wichtig, die beiden Systeme nicht zu verwechseln, da sie unterschiedliche Herkunft und Anwendungsbereiche haben. Beide haben jedoch ihren eigenen Platz in der Welt der Kartenlehrkunst. Im Gegensatz zum Tarot, das ursprünglich ein Kartenspiel ohne esoterische oder spirituelle Funktion war, entstand das Lenormand-System bereits mit der Absicht, als Medium für Deutungen genutzt zu werden. Dies unterstreicht den Unterschied in der Entwicklungsgeschichte und der Verwendung, weshalb sie als separate Systeme betrachtet werden müssen.
Was nicht stimmt: Verbreitete Irrtümer
Es ist ein weit verbreiteter Irrtum, dass das erste Tarotdeck im 18. Jahrhundert als Medium für Wahrsagezwecke entstand. Tatsächlich geht die Geschichte des Tarots zurück auf das 15. Jahrhundert in Norditalien, wo es ursprünglich als Kartenspiel ohne esoterische oder mystische Absicht entwickelt wurde. Die symbolische Deutung der Karten, die heute oft als Grundlage für Lesungen dient, ist eine moderne Interpretation, die erst später entstand. Die Große Arkana, also die 22 Trumpfkarten, wurden nicht ursprünglich als esoterische Bilder konzipiert, sondern dienten im Spiel als spezielle Karten mit besonderen Werten. Erst im späten 18. Jahrhundert begann sich die Vorstellung zu verbreiten, das Tarot könnte für spirituelle Zwecke genutzt werden — eine Entwicklung, die nicht auf historische Quellen zurückgeht. Ein weiterer häufiger Irrtum besteht darin, zu behaupten, die ersten Tarotkarten seien bereits mit symbolischen oder esoterischen Inhalten versehen gewesen, was nicht belegt ist. Stattdessen entstanden sie als Teil eines Kartenspiels, das in der damaligen Zeit wie viele andere Spielkarten auch, vor allem für gesellschaftliche Spiele und Wetten genutzt wurde.
Wie man ein erstes Deck auswählt
Ein erstes Tarotdeck zu wählen, ist ein persönlicher Prozess, der auf Interesse, Neugier und Intuition basiert. Hier ein möglicher Aufbau, um sich zu orientieren: Zunächst kann man sich mit verschiedenen Decks vertraut machen, etwa in Buchhandlungen oder online, um ihre Stärken und Besonderheiten kennenzulernen. Wichtig ist, dass das Deck visuell ansprechend und symbolisch klar gestaltet ist, damit die Karten leicht interpretiert werden können. Ein gutes Anfängerdeck bietet oft durchgezeichnete Kleine Arkana, was die Übersichtlichkeit erhöht. Schließlich sollte das Deck intuitiv ansprechen — es ist ein Werkzeug, das mit dem eigenen Weg in Spiritualität oder Reflexion harmoniert. Ein konkretes Beispiel für ein solches Deck ist das Voyager Tarot Deck, das 1989 erstmals veröffentlicht wurde und sich durch eine klare Symbolik und farbliche Unterscheidung der Karten auszeichnet. Es ist ein Beispiel dafür, wie ein Deck sowohl für Einsteiger als auch für erfahrene Praktizierende geeignet sein kann. Die Unterscheidung zwischen Tarot und anderen Systemen wie den Lenormandkarten ist wichtig: Letztere entstanden im 19. Jahrhundert und bestehen aus 36 Karten, wodurch sie sich deutlich von den 78 Karten des Tarot unterscheiden. Obwohl das Tarot ursprünglich im 15. Jahrhundert in Norditalien als Kartenspiel entstand, kam die Deutung als Wahrsage- und spirituelles Medium erst im späten 18. Jahrhundert auf — eine Entwicklung, die nicht als historische Tatsache, sondern als überlieferter Brauchtum verstanden werden sollte.
Fazit: Ein persönlicher Prozess
Die Wahl des ersten Tarotdecks ist ein individueller Prozess, der nicht an Regeln, sondern an innerer Resonanz orientiert. Es geht nicht um Recht oder Falsch, sondern um das Gefühl, mit dem Deck verbunden zu sein. Wichtig ist, dass es sich als Begleiter in der spirituellen Reise anfühlt. Jeder Mensch wird unterschiedlich berührt – von der Farbgebung, den Symbolen oder der Stimmung, die ein Deck ausstrahlt. Es ist eine Frage der Intuition und der Offenheit, nicht der Perfektion. Wer sich Zeit nimmt, um zu spüren, was gut passt, schafft eine tiefe Verbindung, die über die Karten hinausgeht. Die 78 Karten eines vollständigen Decks – 22 Trümpfe der Großen Arkana und 56 Farbkarten der Kleinen Arkana – sind ein bewusst gestaltetes System, das sich in verschiedenen kulturellen und künstlerischen Traditionen weiterentwickelt hat. Während das Tarot ursprünglich im 15. Jahrhundert in Norditalien als Kartenspiel entstand, wurden seine Deutungen erst im späten 18. Jahrhundert für spirituelle Zwecke genutzt. Ein Deck wie das Rider-Waite-Smith-Deck (1909) mit durchgezeichneten Kleinen Arkana wird oft für Einsteiger empfohlen, ist aber keine Vorgabe. Es geht darum, ein Deck zu finden, das nicht nur ästhetisch ansprechend ist, sondern auch eine persönliche Verbindung ermöglicht. Im Vergleich dazu sind Lenormandkarten ein eigenständiges System mit 36 Karten, das im 19. Jahrhundert entstand und sich in der Praxis deutlich vom Tarot unterscheidet. Was als „richtig“ gilt, ist also nicht ein Deck, sondern die persönliche Übereinstimmung mit ihm.
Quellen
- Buch: Voyager Tarotdeck (Voyager Tarot Deck) (openlibrary.org)
- Wikipedia: Tarot (de.wikipedia.org)
- Wikipedia: Figuren aus der Sonic-the-Hedgehog-Reihe (de.wikipedia.org)


