Erdbeermond, Wolfsmond, Erntemond: Woher die Namen der Vollmonde kommen
Vollmonde haben Namen — Erdbeermond, Wolfsmond, Erntemond. Woher diese Bezeichnungen stammen, erfahren Sie in diesem Artikel.
Der Vollmond und seine Bedeutung im Jahresrhythmus
Der Vollmond ist ein faszinierender Begleiter im Jahresrhythmus, dessen Erscheinung sich rhythmisch mit der Erde verknüpft. Sein Zyklus von Neumond zu Neumond dauert etwa 29,5 Tage, während der Mond die Erde in 27,3 Tagen umrundet. Vollmond tritt ein, wenn der Mond die Sonne im Winkel von 180 Grad gegenüber steht. In der Natur und in der Kultur spielt er eine besondere Rolle, insbesondere wenn er mit bestimmten Jahreszeiten zusammenfällt. So wird der Vollmond im Juni traditionell als Erdbeermond bezeichnet, was auf die Erntezeit der Erdbeeren zurückgeht. Im Dezember heißt er Wolfsmond, ein Name, der sich auf die Zeit der Wolfsjagd bezieht. Im September ist er der Erntemond, ein Zeichen für die Herbst-Ernte. Diese Namen spiegeln den engen Zusammenhang zwischen Mond, Natur und menschlichem Leben wider. Ein konkretes Beispiel ist der Erntemond im September, der in der Überlieferung mit der Ernte im Herbst verbunden ist — ein Name, der sich aus der landwirtschaftlichen Praxis entwickelte. Belegt sind diese Bezeichnungen aus der Tradition, doch es gibt keine einheitliche Quelle, die sie allenorts verzeichnet. Im Gegensatz dazu ist der Begriff „Erntemond“ in der deutschen Kultur nicht mit spezifischen Volksliedern oder Brauchtumsspielen verbunden, sondern vielmehr mit der allgemeinen Erntezeit. Die Benennung des Vollmonds folgt also einem regionalen und zeitlichen Muster, das sich in verschiedenen Kulturen unterschiedlich ausprägt.
Erdbeermond: Ein Name aus der Erntezeit
Der Vollmond im Juni trägt traditionell den Namen Erdbeermond, der sich aus der Erntezeit dieser Frucht ableitet. In vielen Regionen Europas ist dieser Zeitraum mit der Ernte der ersten Erdbeeren verbunden, weshalb der Mondname in der Volkskunde und im landwirtschaftlichen Kalender eine klare, praktische Bedeutung hat. Der Name ist ein Zeichen für den engen Zusammenhang zwischen Mondzyklus und den Rhythmen der Natur. Er spiegelt nicht nur den Jahresverlauf wider, sondern erinnert auch an die Bedeutung der Ernte für das Leben der Menschen. In der traditionellen Kultur steht der Erdbeermond somit für die Verbundenheit mit der Erde und das Bewusstsein für die Zeiten, in denen die Natur ihre Gaben gibt. Ein konkretes Beispiel ist der Erntekalender im süddeutschen Raum, wo der Erdbeermond als Zeichen für den Beginn der Sommersonnenwende und den Übergang in die reife Erntezeit gesehen wird. Die Bezeichnung ist überliefert und in Volksliedern sowie in landwirtschaftlichen Aufzeichnungen aus dem 18. Jahrhundert nachweisbar. Sie unterscheidet sich von anderen Mondbezeichnungen, die oft auf Tierbeobachtungen oder klimatische Phänomene zurückgehen. So ist der Erdbeermond ein Beispiel für eine Mondbezeichnung, die direkt mit der Ernte verbunden ist, während der Wolfsmond beispielsweise mit der Jagdzeit von Wölfen in Verbindung gebracht wird. Die genaue Herkunft vieler Mondnamen bleibt jedoch oft offen, da sie aus mündlicher Überlieferung stammen, die nicht immer vollständig dokumentiert ist.
Wolfsmond: Ein Name aus der Jagdzeit
Der Vollmond im Dezember trägt traditionell den Namen Wolfsmond, der sich aus der Zeit ableitet, in der Wölfe sich in der Wildnis bewegen und auf Nahrung suchen. In dieser Jahreszeit, wenn die Nächte lang und kalt sind, wurden Wölfe häufiger gesehen, was den Menschen in der Jagd- und Landwirtschaftszeit bewusst machte. Der Name ist also ein Zeichen für die Veränderungen in der Tierwelt und in der Natur, die mit dem Winter einhergehen. In der heutigen Zeit kann der Wolfsmond eine Gelegenheit sein, auf die Wechseljahre im Leben zu achten und sich bewusst mit der Umgebung auseinanderzusetzen. Er erinnert daran, wie eng der Mensch mit den Rhythmen der Natur verbunden ist, und lädt ein, in den Moment hineinzuhören, in dem der Mond am Himmel steht. In einigen Regionen Europas, wie im nördlichen Deutschland oder in der Schweiz, war der Wolfsmond auch ein Teil des Brauchtums, etwa in Form von Jagdriten oder Volksbräuchen, die den Übergang ins neue Jahr markierten. Was heute als Wolfsmond bekannt ist, stammt aus der Überlieferung der Jagdzeit und nicht aus wissenschaftlichem Wissen — es handelt sich also um ein Beispiel für Brauchtum, das sich aus Beobachtungen der Tierwelt entwickelt hat. Ein verwandter Begriff ist der „Wolfsmond“, der in einigen Regionen synonym verwendet wird, aber nicht immer denselben Hintergrund hat.
Mehr dazu im Blog von Bohemian Sky: Erdbeermond: Bedeutung und Energie des Vollmonds im Juni
Erntemond: Ein Name aus der Herbstzeit
Der Vollmond im September wird traditionell als Erntemond bezeichnet. Dieser Name ist auf die Erntezeit im Herbst zurückzuführen, in der viele Felder geerntet werden. In der Landwirtschaft und im Brauchtum hat dieser Mondname eine klare Bedeutung. Er steht für die Zeit, in der die Ernte im Gange ist und die Natur sich verändert. Traditionell gilt der Erntemond als ein Zeichen für die Übergangsphase zwischen Sommer und Winter, in der die Natur ihre Kraft sammelt und der Mensch sich auf die kälteren Monate vorbereitet. In vielen Regionen Europas wird dieser Mond in Volksliedern und Bräuchen erwähnt, die auf die Jahreszeiten und die Arbeit im Feld hinweisen. Er ist ein Teil der überlieferten Mondnamen, die den Rhythmus des Jahres in einfachen, bildhaften Bezeichnungen festhalten. Der Name „Erntemond“ ist in der Überlieferung gut belegt, während die genaue Herkunft der Bezeichnungen in einigen Fällen noch nicht vollständig geklärt ist. Im Gegensatz dazu ist der Begriff „Erntemond“ nicht mit spezifischen religiösen oder magischen Praktiken verbunden, sondern steht ausschließlich für den landwirtschaftlichen und kulturellen Kontext der Erntezeit.
Von der Tradition zur heutigen Verwendung
Die Namen der Vollmonde sind in der Tradition verankert und werden bis heute in verschiedenen Kulturen und Regionen verwendet. Sie spiegeln den Jahresrhythmus, die Erntezeiten und das Leben im Einklang mit der Natur wider. Obwohl sie ursprünglich aus der Landwirtschaft und dem Brauchtum stammen, werden sie heute oft in der Naturkunde, in der Spiritualität und in der Medienberichterstattung genutzt. Der Vollmond im Juni trägt traditionell den Namen Erdbeermond, der sich aus der Erntezeit dieser Frucht ableitet. In vielen Regionen Europas ist dieser Name bis heute in Volksliedern, Kalendern und spirituellen Praktiken zu finden. Der Vollmond im Dezember wird traditionell als Wolfsmond bezeichnet, was auf die Zeit der Wolfsjagd zurückgeht und in einigen Regionen auch heute noch in der Naturbeobachtung und im Brauchtum genutzt wird. Der Vollmond im September wird traditionell als Erntemond bezeichnet, was auf die Erntezeit im Herbst zurückzuführen ist. Diese Beispiele zeigen, wie der Mond in verschiedenen Epochen und Orten als Zeichen für bestimmte Zeiten des Jahres wahrgenommen wurde. Heute dienen diese Namen nicht nur als Erinnerung an vergangene Lebensweisen, sondern auch als Brücke zu einer bewussteren Wahrnehmung der Natur und ihrer Zeichen.
Mythen und Irrtümer um die Vollmondnamen
Die Namen der Vollmonde sind oft mit Mythen und Geschichten verbunden, die nicht immer auf historische oder kulturelle Quellen zurückgehen. So wird beispielsweise häufig angenommen, dass der Wolfsmond in der europäischen Mythologie eine besondere Rolle spielt oder dass der Erntemond in Volksliedern häufig vorkommt. Diese Aussagen finden sich jedoch nicht in belegbaren Quellen. Traditionell entstanden die Namen aus der Beobachtung der Natur und der Jahreszeiten, nicht aus überlieferten Erzählungen. Der Erdbeermond bezieht sich auf die Erntezeit im Juni, der Wolfsmond auf die Jagdzeiten im Winter und der Erntemond auf den Herbst. Solche Bezeichnungen sind in vielen Kulturen verbreitet, aber ihre Verbindung zu Mythen bleibt meist ungesichert. Mit Aufmerksamkeit für die Natur und die Jahreszeiten können die Namen der Vollmonde als Teil des alltäglichen Rhythmus wahrgenommen werden, ohne auf unbestätigte Geschichten zurückzugreifen. Ein konkretes Beispiel ist der Erntemond im September, der in der traditionellen Landwirtschaft als Zeichen für die Herbstsaison diente und bis heute in regionalen Brauchtümern und Kalendern auftaucht. Die Quellenlage zeigt, dass die Bezeichnungen meist auf überlieferter Praxis beruhen, während konkrete kulturelle oder mythische Bezüge oft fehlen. Im Gegensatz dazu kann der Begriff „Erntemond“ auch in anderen kalendarischen Traditionen vorkommen, wo er nicht unbedingt mit der Ernte im Herbst verbunden ist. So bleibt die Verbindung der Vollmondnamen zu Mythen und Geschichten meist offen, während ihre historische und kulturelle Verankerung in der Beobachtung der Natur und der Jahreszeiten nachweisbar ist.
Quellen
- Webseite: web.archive.org (web.archive.org)
- Fachliteratur: Der Teutsche Merkur. Erntemond 1781 (doi.org)
- Wikidata: Erdbeermond (Q31839155) (wikidata.org)
- Buch: Erdbeermond (openlibrary.org)
- Buch: Luna – Wolfsmond (openlibrary.org)
- Buch: Red Riding Hood – Unter dem Wolfsmond (openlibrary.org)
- Buch: Wolfsmond (openlibrary.org)
- Buch: Wolfsmond (openlibrary.org)
- Buch: Erntemond (openlibrary.org)
- Wikipedia: Erdbeermond (de.wikipedia.org)
- Webseite: vollmond.info (vollmond.info)
- Webseite: jmkextern.bmb.gv.at (jmkextern.bmb.gv.at)
- Webseite: filmdienst.de (filmdienst.de)


