| Wissenschaftlicher Name | Sambucus nigra |
|---|---|
| Pflanzenfamilie | Adoxaceae |
| Synonyme | Holunder, Schwarzer Holunder, Fliederbeere, Holler, Holda, Hyldemoer |
| Verwandte Pflanzen | Sambucus ebulus, Sambucus racemosa |
Botanische Beschreibung
Der Schwarze Holunder ist ein immergrüner, bis zu 6 Meter hoher Strauch mit lanzettlichen, glänzenden Blättern. Die Blüten sind weiß und in traubenförmigen Rispen angeordnet, gefolgt von schwarzen, glänzenden Beeren, die in der Volksmedizin traditionell genutzt werden.
Vorkommen
Der Schwarze Holunder ist in Europa, Westasien und Nordafrika verbreitet. Er wächst in feuchten, sonnigen bis halbschattigen Wäldern, an Waldrändern und an Bachufern.
Historische und kulturelle Verwendung
Der Holunder wurde in der europäischen Volksmedizin seit alters her als Heilpflanze geschätzt, besonders zur Behandlung von Erkältungen und Fieber. In der Literatur und Volksüberlieferung wird er oft mit mystischen und schützenden Eigenschaften in Verbindung gebracht.
Folkloristische Zuordnungen
In der Volksüberlieferung wird der Holunder traditionell als Schutzpflanze und Heilpflanze wahrgenommen. Er wird in bestimmten Regionen mit der Hexe Holda in Verbindung gebracht.
Sichere symbolische Anwendung
Der Holunder wird in der Naturkultur oft als Schutzpflanze und Symbol für Heilung und Schutz genutzt. Er kann beispielsweise in der Wohnung als Schutzsymbol aufgehängt werden.
Giftigkeit und Sicherheitswarnungen
Die Beeren des Schwarzen Holunders sind giftig und sollten nicht gegessen werden. Die Pflanze kann bei Hunden und Katzen zu Vergiftungen führen. Bei Schwangerschaft und Stillzeit sowie bei Allergien sollte der Holunder nicht berührt werden.
Verwechslungsgefahren
Der Schwarze Holunder kann mit anderen Sambucus-Arten wie dem Weißen Holunder (Sambucus ebulus) verwechselt werden. Die Beeren der Weißen Holunder-Arten sind nicht giftig, aber auch nicht essbar.
Schutzstatus und nachhaltige Beschaffung
Der Schwarze Holunder ist in vielen Regionen nicht unter Schutz, aber aufgrund der Zerstörung von Lebensräumen und der Nutzung der Pflanze in der Volksmedizin sollte auf nachhaltige Beschaffung geachtet werden.
Quellen
- https://www.gbif.org/species/116783011
- https://www.gbif.org/species/116783013
- https://www.gbif.org/species/224773517
- https://www.gbif.org/species/100547020
- https://doi.org/10.1163/1574-9347_dnp_e516340
- https://doi.org/10.1515/9783112399248-040
- https://doi.org/10.1007/978-3-540-71095-0_4788
- https://doi.org/10.1515/9783112627204-039
- https://doi.org/10.53458/sh.v17i4.17985
- https://doi.org/10.1055/s-0029-1185855
Sicherheitshinweis Pflanzen. Verwechslungen mit giftigen Arten sind möglich und können lebensgefährlich sein. Sammle nichts, was du nicht sicher bestimmen kannst. Wir geben keine Einnahme-, Dosierungs- oder Zubereitungsempfehlungen. In Schwangerschaft und Stillzeit, bei Kindern, bei bestehenden Erkrankungen, bei Einnahme von Medikamenten sowie in Haushalten mit Haustieren gelten besondere Vorsichtsanforderungen. Auch Räucherrauch belastet die Atemwege.
Hinweis. Die hier beschriebenen spirituellen Deutungen sind Überlieferung und persönliche Praxis, keine medizinischen Aussagen. Spirituelle Praxis ersetzt keine ärztliche oder psychotherapeutische Behandlung. Bei körperlichen oder seelischen Beschwerden wende dich bitte an eine Ärztin, einen Arzt oder eine Psychotherapeutin.