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GrimoireRituale, Symbolik und spirituelle Praxis
Jahreskreis

Die acht Jahreskreisfeste: Herkunft, Termine und heutige Praxis

Die acht Jahreskreisfeste folgen dem Sonnenlauf und bilden einen modernen Kreis, der aus verschiedenen Überlieferungen entstand. In diesem Artikel wird ihre Herkunft, ihre…

Eine Landschaft in der Jahreszeit des Themas — Beitragsbild zu „Die acht Jahreskreisfeste: Herkunft, Termine und heutige Praxis“

Was sind die acht Jahreskreisfeste?

Die acht Jahreskreisfeste bilden einen Kreis aus zwei Sonnenwenden, zwei Tagundnachtgleichen und vier Viertelfesten, die im Laufe des Jahres abwechselnd folgen. Sie sind eng mit dem Sonnenlauf verbunden und nicht mit dem Mondkalender. Die Feste sind in ihrer Einzelheit älter und stammen aus verschiedenen Überlieferungen, doch die Zusammenstellung zu einem geschlossenen Kreis entstand erst im 20. Jahrhundert. Ein konkretes Beispiel ist das Fest Beltane, das um den Anfang Mai gefeiert wird und in verschiedenen keltischen Traditionen Wurzeln hat, obwohl es nicht als eigenständiges Fest im antiken Keltentum belegt ist. Immer wiederkehrende Rituale und Brauchtum sind in vielen Kulturen zu finden, doch die heutige Praxis der acht Feste ist eine moderne Ordnung, die aus verschiedenen Traditionen entstanden ist. Die Feste finden in der Regel um den 21. Juni (Sommerwende), 20. März (Frühlingstagundnachtgleiche), 21. Dezember (Winterwende), 22. September (Herbsttagundnachtgleiche) sowie um die Anfänge der Monate Februar, Mai, August und November statt. Die Zusammenstellung dieser Feste zu einem geschlossenen Kreis ist eine Ordnung des 20. Jahrhunderts, während die einzelnen Feste älter sind und aus unterschiedlichen kulturellen Überlieferungen stammen. Dazu gibt es Fachliteratur, die sich mit der Entwicklung und dem heutigen Brauchtum beschäftigt.

Herkunft und historische Entwicklung

Die acht Jahreskreisfeste sind keine gleich alte Tradition, sondern entstanden in verschiedenen Überlieferungen und wurden erst im 20. Jahrhundert zu einem geschlossenen Kreis zusammengefasst. Sie folgen dem Sonnenlauf und gliedern sich in zwei Sonnenwenden, zwei Tagundnachtgleichen sowie vier Viertelfeste, die in den Zwischenräumen liegen. Die Zahlensymbolik spielt in vielen Brauchtumsgestalten, Märchen und Sagen der Germanen eine Rolle, was zu Verbindungen mit den Festen führen lässt. Ein Beispiel dafür ist die Firne Sitte (Forn Siðr), ein Germanischer Jahreskreis, der seit 1996 besteht und sich in der heutigen Praxis als eine Form der Überlieferung verwirklicht. Traditionell gilt, dass sich viele Elemente der Feste in der Volkskunde finden, doch die genaue Herkunft vieler Aspekte bleibt oft unklar. Heute werden sie in unterschiedlichen Strömungen und Traditionen weitergeführt, wobei der Fokus auf der Verbundenheit mit der Natur und dem Rhythmus des Jahres liegt. Die Zuordnung von Zahlensymbolik zu den Festen ist in der Überlieferung vorhanden, doch konkrete Belege für diese Verbindungen sind selten. Es gibt keine sicheren Fundstellen, die zeigen, dass beispielsweise die 13. Fee im Märchen Dornröschen direkt mit einem bestimmten Fest verbunden ist. Dennoch bleibt die Zahlensymbolik ein spannender Aspekt, der in der heutigen Praxis oft interpretiert und neu belebt wird.

Die genaue Terminologie der acht Feste

Die acht Jahreskreisfeste folgen dem Sonnenlauf und markieren den Rhythmus des Jahres. Zwei der Feste sind die Sonnenwenden: um den 21. Juni, wenn der Sommer beginnt, und um den 21. Dezember, wenn der Winter eintritt. Dazwischen liegen die Tagundnachtgleichen, um den 20. März (Frühling) und um den 22. September (Herbst). Zwischen diesen vier Punkten befinden sich vier weitere Feste, die als Viertelfeste bezeichnet werden: Imbolc im frühen Februar, Beltane im frühen Mai, Lughnasadh im frühen August und Samhain im frühen November. Die Zusammenstellung dieser acht Feste zu einem geschlossenen Kreis ist eine Ordnung des 20. Jahrhunderts. Die Feste selbst sind älter und stammen aus verschiedenen Überlieferungen. Traditionell gilt, dass sie den Jahreszyklus in klarer Abfolge widerspiegeln und sich in der heutigen naturspirituellen Praxis weiterentwickeln. Ein konkretes Beispiel für diese Vielfalt ist das Fest Imbolc, das ursprünglich im irischen Brauchtum verankert war und in der heutigen Praxis oft mit der Erweckung der Natur im Frühjahr verbunden wird. Die genaue Terminologie der Feste ist dabei klar definiert: Es gibt nicht vier Sonnenwenden, sondern zwei, und die Viertelfeste liegen immer zwischen den Sonnenwenden und Tagundnachtgleichen. Was belegt ist, sind die astronomischen Grundlagen der Feste, während ihre kulturelle und rituelle Bedeutung oft aus Überlieferung und regionaler Praxis stammt. Eine Abgrenzung zu verwandten Begriffen wie dem „Germanischen Jahreskreis“ ist wichtig: dieser wird in der Überlieferung der Firne Sitte (Forn Siðr) seit 1996 beschrieben und ist nicht identisch mit den acht Feste, die im 20. Jahrhundert als einheitlicher Kreis zusammengefasst wurden.

Mehr dazu im Blog von Bohemian Sky: Was sind die Jahreskreisfeste? Eine Einführung in die 8 Naturfeste

Heutige Praxis und moderne Interpretationen

Wenn Sie die Feste in Ihre eigene spirituelle Praxis integrieren möchten, können Sie folgende Schritte nutzen:

Beginnen Sie mit der Wahl eines Festes, das Sie emotional oder thematisch anspricht. Rechercheieren Sie kurz, welche Traditionen oder Bräuche dazu gehören – ohne sich an einer bestimmten Strömung zu orientieren. Danach können Sie:

  • Einen Moment der Aufmerksamkeit schaffen: Nutzen Sie den Tag des Fests, um innezuhalten, zu beobachten oder zu reflektieren. Gehen Sie spazieren, schreiben Sie in ein Tagebuch oder schauen Sie sich die Natur an.
  • Eine kleine Handlung einbauen: Ein selbstgebackenes Brot, ein Blumenarrangement, ein Licht, das brennt – etwas, das Sie mit dem Fest verbindet und Ihnen Freude bereitet.
  • Ein Symbol oder eine Farbe wählen: Stellen Sie ein Bild, ein Talisman oder eine Farbe in Ihrem Raum, die Sie mit dem Fest verknüpfen. Das kann eine Erinnerung an die Jahreszeit oder eine persönliche Bedeutung sein.
  • Eine kurze Absicht formulieren: Schreiben Sie sich eine kurze, positive Absicht auf, die Sie mit dem Fest verbinden. Das kann eine Bitte, ein Dank oder ein Wunsch sein.
  • Die Zeit nutzen: Nutzen Sie den Tag des Fests bewusst, um sich zu verbinden – mit der Natur, mit anderen oder mit sich selbst. Lassen Sie sich von dem Moment tragen.

Diese Schritte sind ein möglicher Aufbau. Sie können sie anpassen, ausbauen oder vereinfachen – je nachdem, was für Sie passt.

Verbreitete Irrtümer und Missverständnisse

Ein häufiger Irrtum ist die Annahme, dass es vier Sonnenwenden gibt. In Wirklichkeit gibt es zwei: den Sommer- und den Winteranfang, die jeweils um den 21. Juni und den 21. Dezember stattfinden. Die anderen beiden Festpunkte sind die Tagundnachtgleichen, die um den 20. März und den 22. September liegen. Zwischen diesen beiden Paaren liegen vier weitere Feste, die als Viertelfeste bezeichnet werden. Sie folgen dem Sonnenlauf und markieren den Rhythmus des Jahres, nicht den Mondzyklus. Die Zuordnung von Zahlensymbolik in Märchen oder Sagen zu den Festszeiten ist oft willkürlich – konkrete Belege dafür fehlen. Die acht Feste bilden heute einen geschlossenen Kreis, doch ihre Entstehung liegt in verschiedenen Überlieferungen, die erst im 20. Jahrhundert miteinander verbunden wurden. Ein Beispiel für diese Vielfalt ist das Fest Imbolc, das in irischen Überlieferungen mit der Erweckung der Natur im Frühling verbunden ist, während es in anderen Traditionen mit dem Schutz der Schwachen oder der Wiederkehr des Lichts assoziiert wird. Die Verbindung der Feste zu einem einheitlichen Jahreskreis ist also eine moderne Ordnung, die auf alten Bräuchen beruht, die je nach Region und Zeit unterschiedlich interpretiert wurden.

Wie können die Feste in den Alltag integriert werden?

Ein möglicher Aufbau für die Integration der Feste in den Alltag könnte so aussehen: Beginnen Sie mit der Wahl eines Fests, das Sie emotional oder thematisch anspricht. Recherchieren Sie kurz, welche Traditionen oder Bräuche dazu gehören – ohne sich an vorgegebenen Regeln zu binden. Einen Moment der Aufmerksamkeit schaffen: Nutzen Sie den Tag des Fests, um innezuhalten, zu beobachten oder zu reflektieren. Gehen Sie spazieren, schreiben Sie in ein Tagebuch oder achten Sie bewusst auf die Natur um sich herum. Sie können ein kleines Ritual gestalten, das für Sie sinnvoll ist – etwa ein Licht anzünden, eine Pflanze gießen oder ein Lied singen. Wichtig ist, dass Sie sich mit dem Fest verbunden fühlen und es in Ihren Alltag einbauen, ohne sich an fremde Vorgaben zu orientieren. Diese Schritte sind ein Vorschlag – sie können sie anpassen, ausbauen oder vereinfachen, je nachdem, was für Sie passt. Die acht Feste folgen dem Sonnenlauf und markieren den Rhythmus des Jahres, wobei zwei der Feste die Sonnenwenden sind: um den 21. Juni und den 21. Dezember. Die Zusammenstellung dieser acht Feste zu einem geschlossenen Kreis ist eine Ordnung des 20. Jahrhunderts, während die einzelnen Feste älter sind und aus verschiedenen Überlieferungen stammen. Es gibt keine vorgeschriebene Art, die Feste zu feiern – es geht um individuelle Verbundenheit mit dem Jahreslauf. Man kann sich mit der Symbolik und Bedeutung der Feste auseinandersetzen und sie bewusst in den Alltag einbauen, wobei es wichtig ist, zwischen überlieferter Praxis und belegbarem Wissen zu trennen. Was Brauchtum ist, nennen wir Brauchtum. Wo es Forschung gibt, nennen wir die Quelle. Wo etwas offen ist, sagen wir das – offen ist nicht geheimnisvoll, sondern offen.

Quellen

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